So senkt man Food Waste im Skilager bis zu 98 Prozent

738 Kinder aus 20 Klassen nehmen die Food Waste Challenge an. Ihr Ziel: Weniger Essen im Kübel, mehr Bewusstsein im Kopf.

Publiziert am 11. Mai 2026

Eine Gruppe Schüler und Lehrpersonen heben in Freude die Hände um ihren Sieg in der Foodwaste Challenge zu feiern

Mit der «Restlos Geniessen Challenge» zeigen Schulklassen aus der Schweiz, wie man Food Waste im Skilager radikal senken kann – eine Klasse in Binningen sogar um 98 Prozent.

Die nächste Generation gibt den Takt vor

Skilager sind Klassiker: viel Schnee, viel Hunger, viel Essen – und oft auch viele Reste. Genau dort setzt die «Restlos Geniessen Challenge» an, die von 42hacks in Zusammenarbeit mit GoSnow entwickelt wurde und diesen Winter in Schweizer Skilagern getestet wurde. 738 Kinder und Jugendliche aus 20 Klassen – vor allem aus den Kantonen BL, BE und ZH – haben mitgemacht und ihren Food Waste genau gemessen. 

Das Ergebnis ist ein Statement: Im Durchschnitt produzierten die Lager nur 46.8 Gramm Food Waste pro Person und Tag – rund 81 Prozent weniger als ein Schweizer Durchschnittshaushalt.

Die beste Klasse, die Sek 2Ah aus Binningen, toppte das alles: minus 98 Prozent Food Waste.

Schüler in weissem T-Shirt und blauer Jeans hält Pokal in seinen Händen, die Frau neben ihm in der karierten Bluse und blauer Jeans lächelt glücklich in die Kamera

Grazia Grassi, Head of Corporate Affairs bei Lidl Schweiz, Yuri von der Sek 2Ah mit der Gewinnertrophäe, und Jeannine Kiser von Restlos Geniessen.

Schüler in weissem T-Shirt nimmt Preis von Lidl Beauftragter an einem schattigen Plätzchen in Empfang und im Hintergrund klatscht und lächelt der Rest der Gruppe

Grazia Grassi überreicht der Sek 2Ah den Pokal.

Älterer Herr in Daunenjacke präsentiert stolz einen gold glänzenden Pokal zu seiner rechten sitzen die Schüler

Koch Markus und die Gewinnerklasse Sek 2Ah.

Ein Besuch bei den Gewinner:innen in Binningen

Zusammen mit Restlos Geniessen durften wir die Gewinnerklasse in Binningen besuchen. Statt grosser Theorien haben uns die Jugendlichen sehr konkrete Alltagsstrategien gezeigt – und genau das macht die Challenge so stark.

Lehrpersonen berichten von kreativen Küchenlösungen: aus übrigem Reis wird Milchreis, aus Tomatenschnitzen, Hackfleisch und Zwiebeln ein neuer Sugo, Spaghetti-Reste werden nach dem Nachtschlitteln mit Brotresten und Dips restlos gegessen.

Eine Lehrerin erzählte uns, wie Schülerinnen und Schüler sogar die Reste voneinander gegessen oder Pommes im Restaurant eingepackt und mitgenommen haben, statt sie liegenzulassen.

Warum wir als Lidl Schweiz hier mitziehen

Als Detailhändler arbeiten wir täglich daran, Food Waste in unseren Filialen zu reduzieren – mit optimierten Bestellungen und tieferen Abschreibungen. Mit der Unterstützung der «Restlos Geniessen Challenge» gehen wir einen Schritt weiter: Wir stärken das Bewusstsein dort, wo Verhaltensmuster entstehen – bei der nächsten Generation.

Wenn Jugendliche im Skilager lernen, bewusst zu schöpfen, geplant einzukaufen und kreativ zu verwerten, wirkt das weit über die Lagerwoche hinaus – bis in ihre Familien und ihren zukünftigen Einkaufswagen.

Die besten Tipps der Jugendlichen gegen Food Waste

Statt grosser Theorien haben uns die Jugendlichen sehr konkrete Alltagsstrategien gezeigt – und genau das macht die Challenge so stark. Wir haben hier diese Hacks zusammengetragen, die auch zu Hause – ob in der WG, Familie oder Mensa – problemlos funktionieren: 

  • Bewusst schöpfen: Erst eine kleinere Portion nehmen und bei Hunger nachschöpfen.
  • Teller ernst nehmen: Ziel ist ein fast leer gegessener Teller – Reste vermeiden, bevor sie entstehen.
  • Geplant einkaufen: Nur das kaufen, was realistisch verbraucht wird.
  • Reste mitnehmen: Pommes, Brot oder Snacks einpacken und später essen.
  • Reste kreativ nutzen: Aus Reis wird Milchreis, aus Brotresten Topping oder Ofensnack, aus Rüstabfällen Suppe oder Bouillon.

Von der Challenge in den Alltag 

Die Botschaft der Jugendlichen ist klar: Weniger Food Waste ist möglich – wenn alle mitdenken und kleine Entscheidungen im Alltag konsequent anders treffen. Die Challenge aus den Lagern wird nun in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickelt, mit dem Ziel, die Verhaltensänderungen auch über das Lager hinaus zu verankern. Dazu werden gemeinsam mit Leitpersonen Materialien getestet und optimiert. Wir von Lidl Schweiz freuen uns auf die Fortsetzung.